Allgemein zum Thema Gesundheit und Pflege unser Tiere
 
 

Impfungen, Wieso Weshalb Warum

 

 

RHD, Chinaseuche

 (Rabbit Haemorrhagic Disease)

Anzeichen:

Anzeichen für RHD sind beschleunigte oder erschwerte Atmung, Nahrungsverweigerung und Teilnahmslosigkeit. Je nach Verlauf der Krankheit können auch Blutungen aus Nase und Maul, laute Schreie und Krämpfe Anzeichen dieser Krankheit sein.

Auslöser:

Auslöser dieser infektiösen Krankheit ist ein Calici-Virus. Dieser überträgt sich von Tier zu Tier oder Mensch zu Tier, allerdings u.a. auch über die Einstreu, das Futter, Milben und Kaninchenflöhe. Andere Tiere und Menschen sind immun gegen diese Krankheit.

Die Chinaseuche ist erst seit 1988 in Deutschland bekannt. Sie gelangte über ein infiziertes Angorakaninchen aus China nach Europa.
Bisher gehörte diese Erkrankung zu den anzeigepflichtigen Seuchen, da sie zu hohen Tierverlusten führt. 

Behandlung:

RHD ist eine hoch ansteckende und nicht heilbare Krankheit. 
Es werden drei Verlaufsformen unterschieden:

Bei der akuten Verlaufsform kommt es - zwei bis drei Tage nach der Ansteckung - zu Atemnot, blutigem Durchfall, Nahrungsverweigerung und Unruhe. Danach folgt ein qualvoller Erstickungstod.

Bei der perakuten Verlaufsform brechen Kaninchen ohne vorherige Anzeichen zusammen und ersticken. Die Körperhaltung - weit zurückgebogener Kopf - und der Austritt von blutig-schaumigen Ausfluss aus den Nasenlöchern ist charakteristisch.

Die dritte Verlaufsform ist die mildeste. Die Erkrankung ist weniger schwer und nach zwei bis drei Tagen gesunden die Tiere wieder. Allerdings können diese Kaninchen den Erreger weiterhin ausscheiden, so dass sie für ihre Artgenossen eine ständige Gefahr darstellen.

Vermeidung:

Nur regelmäßige Impfungen schützen vor dieser Krankheit. 
Bei Zucht- und Ausstellungstieren ist die Impfung gegen RHD pflicht.


Myxomatose

 

Anzeichen:

Die Anzeichen dieser Krankheit können unterschiedlich sein. Ein erstes Anzeichen sind geschwollene Augenlieder, gefolgt von Schwellungen am ganzen Kopfbereich (Nase, Augen, Ohren) und eitrigem Augensekret. Weitere Anzeichen sind Fieber, Nahrungsverweigerung und Ödembildungen am ganzen Körper.

 

Auslöser:

Auslöser dieser infektiösen Krankheit ist ein Pockenvirus. Die Krankheit wurde erstmals 1896 in Südamerika festgestellt. Seid 1952 hat sich die Krankheit über Frankreich in ganz Europa verbreitet.

Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, Mensch zu Tier, aber auch über das Futter, Stechmücken und Kaninchenflöhe.

 

Behandlung:

Myxomatose ist eine hoch ansteckende und zu 80% nicht heilbare Krankheit. Die Krankheit führt innerhalb von 14 Tagen zum Tode.

Kaninchen, die die Krankheit überleben sind noch Monate danach eine Gefahr für ihre Artgenossen, da sie den Erreger weiter übertragen.
Dazu sind sie für ein Leben lang gezeichnet, weil sie div. Narben behalten.

 

Vermeidung:

Nur regelmäßige Impfungen schützen vor dieser Krankheit.

Kaninchenschnupfen

 

Anzeichen:

Erste Anzeichen dieser Krankheit sind kurzes, trockenes Niesen. Das Allgemeinbefinden von Kaninchen wird zu dieser Zeit nicht beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf der Krankheit folgen ständiges Niesen mit wässrigem bis eitrigem Nasenausfluss und verklebtem Fell an der Nasenöffnung und den Vorderläufen (durch permantentes Nase putzen).

Zweite Verlaufsform:
Die Pasteurella Erreger gelten allgemein als Eitererreger.
In Manchen Fällen lösen diese auch 
andere Eitererkrankungen aus, in Form von schnellwachsende verhärtete Eiterbeulen am Körper. 
Tiere mit diesen Erregern sollten keines Falls in der Zucht eingesetzt werden.

 

Auslöser:

Der Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi) ist eine weit verbreitete bakterielle Krankheit, die meistens durch die Erreger Pasteurella multocida und Bordetella bronchioseptica hervorgerufen wird.

Der sogenannte "Ansteckende Kaninchenschnupfen" ist unter Züchtern gefürchtet, aber auch sehr unter Haus- und Heimkaninchen verbreitet. Es erkranken Tiere jeder Altersklasse, die Haltungsbedingungen scheinen keine so großartige Rolle zu spielen, die Hygienebedingungen jedoch schon. Die Erkrankung breitet sich überwiegend zwischen den Tieren aus, nur in sehr seltenen Fällen findet eine Ansteckung des Menschen statt. Aufgrund besonderer anatomischer Gegebenheiten in der Nasenhöhle des Kaninchens können sich Keime dort gut und sicher einnisten. Befindet sich ein Kaninchen das an Schnupfen erkrankt ist in einer Gruppe, so bleibt die Ansteckung der restlichen Tiere nur selten aus. Stress begünstigen die Erkrankung. Bei Verdacht auf Pastorellen sollten Züchter auf alle fälle ihre Kaninchen nicht zu einer Ausstellung fahren.

Erstens wäre dies zusätzlicher Stress für das Tier, welches dadurch erstrecht erkranken könnte.

Zweitens ist es nicht fair seine Kranken Tiere neben andere Gesunde zu setzten. 

Wenn wir Menschen einen Virusschnupfen haben, können wir in einigen Fällen auch das im Heim befindliche Kaninchen anstecken und dessen Atemwege für andere Infektionserreger sensibilisieren.

 

Behandlung:

Die Erreger dieser Krankheit siedeln sich in den Nasennebenhöhlen an. Eine vollständige Eleminierung der Erreger ist nicht möglich. So dass ein erneuter Ausbuch der Krankheit auch nach Jahren wieder erfolgen kann.

Durch einen Abstrich aus den Nasennebenhöhlen können die Erreger identifiziert und gezielt behandelt werden. Allerdings bringt die Behandlung mit Antibiotika nur eine vorübergehende Besserung.

In jedem Fall sollten die Umweltbedingungen verbessert werden. Dies beinhaltet eine tägliche Reinigung des Kaninchenheimes genauso wie einen gut belüfteten Standort (kein Durchzug).

 Die beste und einzigst sinnvolle Behandlung bei Ausgebrochener Krankheit ist die Eliminierung Erkrankter Tiere, sowie penible Desinfizierung der Buchten.

Vermeidung:

Für die Haupterreger Pasteurella multocida und Bordetella bronchioseptica gibt es Schutzimpfungen.

 

 

 



  www.rassekaninchenzuchtverein-u35.de

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